14.08.2018 Ein gepaddelter „Pausentag“ / A busy „day off”

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Da es bereits Mitternacht ist, heute nur noch ein kurzer Blogeintrag.

Der Wetterbericht sieht für morgen stärkeren Wind vor.  Deswegen sind wir an unserem heutigen als Pausentag geplanten Tag doch noch 5 Stunden gepaddelt und haben die erste Hütte im Wijdefjord errreicht.

Bei einer Pause stand plötzlich im Abstand von 100 m ein Bär vor uns.

Er erschrak sich ebenso wie wir und trollte sich. Später konnten wir ihn noch vom Boot aus am Strand fotografieren.

Die Sicht ist nach wie vor sehr sehr schlecht. Auf der andere Seite des Fjordes gibt es tolle Gletscher, das wissen wir von der Karte, leider sehen wir sie nicht.

It is almost midnight already, so therefore just a few lines for the blog.

As tomorrow´s forcast predicts stronger winds we paddled 5 hours today “inspite” of having it originally planned as a day off. So we finally reached the first cabin of the Wijdefjord today. During a break suddenly a bear popped up – only 100m away. He must have been as frightend as we were and went off. Later on, back in the boats, we could take some pictures of the bear on the beach.

The visibility is still very very poor. According to the map there ought to be fantastic glaciers on the other side of the fjord. But we cannot see them.

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Eine ganz besondere Trapperhütte / A very special trapper´s cabin

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Wir entfernen uns nun zunehmend vom letzten Wettervorhersagegebiet Smeerenburg,  was sich dadurch bemerbar macht, dass auch die Vorhersage für heute (Windstärke 5) nicht zutrifft. Es ist schwachwindig und damit geradezu ideal Für die dreistündige Querung des Woodfjordes zum Kap Krahuken. Wenn sich doch nur die Sonne wieder einmal zeigen würde! Es ist fast eine Woche her, seit wir sie zuletzt länger gesehen haben.

Im Sommer gibt es sehr viel Nebel und tief hängende Wolken in Spitzbergen, da der warme Ausläufer des Golfstroms auf kalte arktische Luftmassen trifft.

In der Hütte, die durch Christiane Ritters Buch „Eine Frau erlebt die Polar-Nacht“ bekannt ist, hat Rolf Stange (www.spitzbergen.de ) dankenswerterweise unser Depot mit Eisausrüstung für die Gletscherquerung hinterlegt.

Und wir finden es unberührt vor!

Morgen werden wir uns nach den teils recht langen und anstrengenden Paddeletappen einen Ruhetag in der Hütte gönnen.

 

We are leaving by and by the last forcast area Smeerenburg meaning that even today´s forcast was not reliable (force 5). We only had light winds. Almost perfect for the three hour´s crossing of the Woodfjord to Cape Krahuken. We would be so glad if the sun would show up at least once. We haven´t seen it for almost a week.

Spitzbergen is very misty with low hanging clouds in summer as the warm currents of the gulfstream encounter arctic air.

Rolf Stange (www.spitzbergen.de) had stored our ice equipment for the glacier crossing in a cabin renown by Christiane Ritter´s book “A Woman living through the Polar Night”. And we find the whole depot untouched ! J

Tomorrow we are going to treat ourselves with a rest day in the cabin after some lengthy and exhausting paddling days.

12.08.2018: A Day at Work

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Da der Wetterbericht, den wir täglich von Christian erhalten für heute zu viel Wind aus der falschen Richtung vorhersagte, haben wir uns kurzerhand gestern von den Franzosen einen besseren besorgt 😉

An dieser Stelle trotzdem ein großes Dankeschön an Christian Dingenotto der täglich unsere Blogtexte tippt und über das Satellitentelefon Wetterberichte schickt.

Bei nasser Kälte gefühlt 3Grad aber nur 2-3 Windstärken von der Seite starten wir zur 2-stündigen Querung von unserer felsigen Halbinsel zu dem wohl langweiligsten Küstenabschnitt von ganz Svalbard. Dieses sogenannte Rentierland ist ein riesiges nur wenige Meter hohes Schwemmland.

Der Wind hat etwas zugenommen und kommt jetzt direkt von vorn. Dafür hat die Sicht abgenommen. Stunde um Stunde arbeiten wir uns an diesem öden Küstenabschnitt ab.

Nach einem als Tagesziel erklärten Kapp landen wir an und Karsten bereitet unser „Süppchen“, die von uns allen täglich herbeigesehnte Vorspeise.

 

Today the weatherforcast, which we receive by Christian every day, promised too much wind from the wrong direction.  We therefore fetched a better one from the french group yesterday 😉

Nevertheless a big thank you to Christian Dingenotto who is typing everyday our blogposts and is sending us the weather forcast via satellite phone.

We start the 2 hours´ crossing from our rocky peninsula at humid 3 degrees temperature but with only 2 to 3 beaufort to the obviously most boring part of whole Svalbard. The so called raindeer country is a gigantic alluvial area only a few metres high.

The wind increased and turned into a headwind. An the visibility went worse. Hour by hour we are working our way along this boring shore.

After having reached a cape which we had declared to be our day´s target we get onshore. We are longing for hour “soup of the day” being prepared by Karsten every day as a first course.

11.08. 2018: Ultima Thule

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Nach fast zwei Wochen Fahrt sind wir nun scheinbar am Ende der Erdscheibe angekommen. Alle für uns sichtbaren Inseln Svalbards liegen entweder südlich östlich oder westlich. Nach Norden erstreckt sich bis zum nur noch gut 1100 km entfernten Nordpol nur noch Wasser und später Eis. Während unserer Fahrt heute gab es zwischenzeitlich noch einige steile Inseln im Norden. Zwischen Ihnen brach der Horizont sauber ab, und wir hatten den Eindruck, als wenn die Eisberge dahinter über den Rand stürzen würden

Bei einer verschlossenen Hütte, bei der wir vorbeischauen, stoßen wir auf eine Gruppe französischer „Expeditionstouristen“, die uns fotografieren und die uns wohl einen ähnlichen Aufmerksamkeitsstellenwert einräumen wie einem Eisbären.

Im Team verstehen wir uns prächtig und bisher klappt alles wie am Schnürchen: WAS FÜR EINE FANTASTISCHE REISE! 🙂

After two week´s paddling we seem to have reached the rim of the “global disc”: All the islands we can see are spreading either soutwards, eastwards or westwards from us. Looking North in the direction of the North Pole (only 1100 km away now) there only is water and then ice to be found. During our trip we saw from time to time some steep Islands north of us. In between them we could see the clear edge of the horizon and it looked as if the icebergs for drifting over it´s rim.

While we visiting a closed cabin we met a group of “expeditiontourists”. They are taking pictures of us and are payins us as much attention as if they would to a polar bear.

The team spirit is great and everything is working like clockwork: WHAT A PHANTASTIC TRIP!   🙂

10.08. Eine geschichtsträchtige Bucht / A historic bay

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Da wir jetzt nun nur noch zu dritt sind, müssen wir jetzt jeweils zwei Wachen a` eineinhalb Stunden gehen. Letzte Nacht hat es genieselt. Aber wir nutzen die Wachen trotzdem für´s Tagebuch und Blog schreiben, Reparaturen, Spaziergänge oder die kleine Körperpflege.

Der Tag ist wieder weitgehend verhangen. Wir queren den Magdalenenfjord und schießen dann mit der Strömung durch den engen Sund der die ungewöhnlich flache Dansköja von den zackig steilen Bergen der umliegenden Inseln trennt.

Wir begegnen heute ca. 10 Segelyachten. Die Gegend scheint unter Seglern relativ beliebt zu sein.

Heute übernachten wir in einer Hütte auf einer kleinen Insel gegenüber der geschichtsträchtigen Virgo Bucht, von der aus S.A. Andrée mit seinem Ballon und der Italiener Umberto Nobile mit seinem Luftschiff Richtung Nordpol startete.

Markus ist heute mit dem Schiff in Longyearbyen angekommen und wird heute Nacht nach Deutschland zurückfliegen.

Being now just the three of us there are two watches of one and a half ours for each of us to be done. We had some drizzling rain last night. Nevertheless we use the watches writing dairies or for the blog, doing repairs, walks and a bit of body care.

Pretty much of the day is cloudy and drizzly. We are crossing the Magdalen Fjord. Then we are darting with the current through the narrow gap which separates the unusually shallow Dansköja from the rugged steep mountains of the surrounding Islands. We encounter about 10 sailing yachts. This area seems to be popular among yachties.

We spend the night in a cabing on an small island right opposite the historically famous Virgo Bay: S. A. Andrée started from here with his balloon and Umberto Nobile with his airship to the North Pole.

Markus reached Longyearbyen today by ship and is going to fly back to Germany tonight.

09.08.2018: Herr der Ringe lässt grüßen / A landscape like in „Lord of the Rings“.

Eine weiterer fantastischer Tag in dieser großartigen Urlandschaft. Heute hängen die Wolken tief. Die schwarzen Berggipfel  sind bei 100 m abgeschnitten.

Es weht ein Dreier aus Südwest und es hat sich eine See von gut 1m aufgebaut. Wir haben auf unserem Nordkurs einen achterlichen Wind und spielen mit den Wellen. Oft sehen wir nur die Köpfe der Paddelpartner. An flachen Stellen auf denen auch mal über 1,5m See steht, verschwinden diese auch mal ganz.

Heute steht eine weitere Schlüsselstelle unserer Tour auf dem Programm: Die Querung der 7 Gletscher. Wie eine Perlenkette reihen sich 7 kleinere und größere Gletscher unterbrochen durch steile gezackte größere Felstürme. An diesen nisten oft viele Möven die uns lärmend umkreisen. Unsere Lieblingsvögel sind aber die netten lautlos flatternden Papageienvögel, die sich mit ihren viel zu kurzen Stummelflügen kaum in der Luft halten können, und die kleinen schwarzen Grüllteichen (?) mit dem kleinen Fleck auf den Flügeln

Der nächste Gletscher ist besonders breit und hoch und wir nähern uns ihm durch den Eisbrei ziehend. Immer wieder gibt es Spannungen, die sich knallend entladen. Mit einmal sehen wir eine Kalbung.

Einmal kurz zu unserer Ausrüstung:

Wir fahren mit Prijon Kodiak Kajaks, die viel Stauraum bieten und trotzdem schnell sind. Karsten und Klaus fahren mit Europaddel für die flache Paddeltechnik.

Steffen vertraut auf sein sehr effektives Aleutenholzpaddel des Norwegers Anders Anders Thygesen, das er extra für diese Tour gebaut hat: An dieser Stelle vielen Dank an Anders.

Unsere Hände schützen wir erfolgreich vor Blasen, in dem wir sie jeden Morgen mit reinem pharmazeutischen Wollwachs („Wagners Wunderwachs“) einreiben.

Nach 45 km und 9 Std. laufen wir in eine Lagune ein die nur einen schmalen Zugang zur See hat und von steilen Bergen umschlossen ist.

Hier finden wir ein fein fühliges (?) Lager nur 1m über der Flutlinie.

Wir genießen alle uns zum Liegen auszubreiten.

 

We start into another fantastic day in this pristine landscape. The clouds are low today so that the high black mountains seem to have been cut off at a height of about 100 m.

The force 3 southwesterly built up a sea of 1m wave height. Heading north we have a tailwind and are playing with in waves. Often we just see the heads of our paddlepartners and in shallow areas with wave heights of more than 1.5 m the paddlers “disappear” completely.

Today we are passing another key feature on our trip: the crossing of the seven glaciers. Seven glaciers interlapsed bei steep cracked stacks aline like a chain of pearls. Many seagulls are nesting here. Our most favourite birds however are Puffin. They are almost struggling to stay in the air with their short and stubby wings. And we like the little black Grüllteichen (?) with a small spot on their wings.

The next glacier ist especially broad and height. We approach it pulling ourselves through the mushy ice. There tensions here and there “relaxing” by a big bang. Suddenly we see an iceberg coming off.

Just somer words regarding our gear:

We use a kayak model called Kodiak made by Prijon. In spite of big storage compartments they are rather fast. Karsten and Klaus are using euroblades for a low angled paddling technique.

Steffen relies on his very effective wooden Aleuten style paddle made by the Norwegian AndersThygesen especially for this trip. Anders, thank you for your effort.

We protect our hands against blisters by using every morning pharmaceutic wool wax („Wagners Wunderwachs“).

After 45km and 9 hours we enter a lagoon with only a narrow access to the sea being surrounded by steep mountains.

We find a cosy (?) place to come just 1m over the floodline. We appreciate lying down and stretching ourselves.

08.08.2018: Aufbruch von Ny Alesund / Leaving Ny Alesund

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Heute zeigt sich Svalbard von seiner besten Seite. Die ganze Nacht hindurch schien die Sonne auf unser Zelt, so dass wir die Schlafsäcke kaum schließen mussten.

Zwischen Aufstehen und Abfahrt vergehen wie jeden Tag ca. 3 Stunden. Markus schaut an unserem Zeltplatz vorbei und wehmütig nehmen wir Abschied. Er wird uns mit seiner humorvollen Art sehr fehlen.

Während einer Pause kommt ein kleines Schlauchboot mit zwei Männern des Gouverneurs von Svalbard vorbei, hier Sysselmannen genannt. Und man erkundigt sich nach dem woher und wohin. Die Männer fragen insbesondere unsere Sicherheitsausrüstung ab haben aber nichts zu beanstanden und verlassen uns mit den besten Wünschen.

Bei der Querung des Krossfjordes können wir einen Blick auf den breiten Lilliehök Gletscher werfen der heute auch wieder ein Kreuzfahrtschiff angelockt hat.

Nach 40km knapp, 9 Stunden, bei allerbesten Bedingungen und Windstille erreichen wir einen guten Übernachtungsplatz.

 

Today Svalbard is showing itself from it´s best side. The sun was shining the whole night on our tents so that there was no need to close our sleeping bags.

We need about 3 hours from getting up till leaving like every day. Markus is coming along at the campsite to say a sad farewell. We are going to miss his good humour.

During a break we are met by a small rubberboat. Onboard two men by the governor of Svalbard, called bysselman (?) here. They are asking where we came from and we are going to an are mainly checking our safety equipment: “Nothing to declare” So wish us good luck and leave us.

While crossing the Krossfjord we catch a glimpse of the broad Lilliehök Glacier. It attracted today another cruise ship.

After about 40 km and 9 hours paddling in perfect conditions and with no wind we reach a good spot to spend the night.