Wetoffice – Hinter dem Bildschirm / Behind the screen

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Während die „Jungs“ gerade im Flieger nach Hause sitzen und die nächsten Tage bestimmt viele tolle Geschichten und Bilder posten, nutze ich (Christian) den „Leerlauf“ für etwas Hintergründe, die hoffentlich etwas interessant für Euch sind. In den vergangenen Wochen war ich Anlaufstelle für das Team im „Wetoffice“.

Meist suchte ich in der Mittagspause die Wetterdaten für die nächsten zwei Tage raus, übertrug sie in ein sendebares Format und schickten sie über ein web-interface an das Team, so dass sie abends oder nachts wenn sie ankamen frisches Wetter hatten.

Irgendwann klingelte nachts mein Handy (wenn ich es nicht mal wieder vergessen hatte stumm zu stellen …) und Steffen oder Markus sprachen mir den Blogtext auf die Mailbox. Meist abends oder in der Mittagspause tippte ich den Text dann ab und stellte ihn dann in den Blog. Alles in allem war ich schon damit eine Stunde am Tag beschäftigt, aber näher dran kann man nicht sein. Für diejenigen die sich fragen was ich jetzt mir der zusätzlichen Zeit mache: ich gehe selbst paddeln…

So das war dann auch mein letzter Post, danke dass Ihr Euch so regelmäßig reingeklickt habt, hoffe Ihr seht mir meine mitunter etwas holprigen Übersetzungen nach. Demnächst dann frische und original Nachrichten von den „Svalbard Boys“ 😉

The „Boyz“ are on their plane home and will definitely post more stories and pictures from their fascinating trip. So perhaps time to use the „gap“ for some background stories from the „wetoffice“ hopefully a bit interesting. In the last weeks I (Christian) was central contact point for the team. A role we nicknamed Wetoffice:

Mostly during lunchbreak I checked the forecast transferred them into sendable format and sent it via a web portal on their satellite phone. So that they would have on arriving in the evening or at night a fresh weatherforcast.

Mostly in the middle of the night my mobile used to ring (whenever I forgot to put it into a mute mode) and Steffen oder Markus spoke the text for the blog on the mailbox. Mostly in the evenings I wrote it down, translated it into English and published everything on the blog. All in all about an hour´s work every day. However the best way to be as close as possible while sitting at home. For those who wonder what I will do with the spare time now – I will go paddling myself. So this is it. Thanks for „clicking-in“ regularly and apologies for my sometimes a bit „Germish“ translations.

Fresh and original news from the „Svalbard Boys“ will be coming soon.  

 

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Erste Bilder der letzten Tage/ Last days´s first pic´s

Steffen hat mir (Christian) von Longyearbyen aus schon erste Bilder der letzten paar Tage der Tour geschickt. Hier für ganz Neugierige erste Eindrücke.

Steffen sent me (Christian) from Longyearbyen some first pictures of their last days on the trip. A sneak preview for the nosy ones 😉

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Icy impressions

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„Animal“ Paws


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Wildlife

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tow …

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… tow …

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… and carry on

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„like a bridge over muddy water …“

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the saltwater walkers

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„walk on the wild side …“

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„huzzle and buzzle“ of Pyramiden

26.08.2018: Wir sind zurück / We are back

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Wir haben den Kreis geschlossen und sind zurück auf dem Zeltplatz in Longyearbyen. Ein längerer Abschluss-Bericht folgt in Kürze.

Liebe Grüße Karsten, Klaus und Steffen.

 

We closed the circle and are back on the campsite of Longyearbyen. An extensive final report of the trip is going to follow soon.

All the best Karsten, Klaus and Steffen.

25.05.2018: Zeitsprung nach Pyramiden / Pyramiden Timelapse

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Um aus der verschlickten Bucht frei zu kommen, haben wir die Boote bei Hochwasser durch seichte Priele getreidelt und dann noch eine Strecke durchs Wasser gezogen, was von weitem so aussah, als ob wir übers Wasser gingen.

Nach kurzer Fahrt über den Fjord erreichten wir dann die aufgegebene russische Bergwerkstadt Pyramiden.
Sie besteht aus inzwischen völlig verfallenen Industrieruinen, hat aber auch ein Hotel mit Bar aus den 60ern im Originalzustand, in der für Touristen aus Longyearbyen russisches Ambiente zelebriert wird. Wir konnten dort den kalten Wind mal ausblenden und genossen in warmer Umgebung, Borscht-Suppe, russisches Bier und Vodka.

Auf der Weiterfahrt brechen einige Abendsonnenstrahlen durch die tief seit Tagen tief hängende Wolkendecke und setzt wunderbare Farbakzente. Wehmütig denken wir daran, dass unsere Reise in dieser einzigartigen hocharktischen Welt nun bald zu Ende ist.

Unser rotes Zelt schlagen wir in einer Bucht auf, in der bereits einige Studenten campieren und teilen uns die Wache mit Ihnen.

Morgen dann der Sprung über den Eisfjord … dann zurück nach Longyearbyen

 

In order to leave the silted bay we towed the boats at high tide through shallow trenches and water areas. I must have looked from far as if we were walking on Water. After a short trip across the fjord we reached the abandoned russian miners´s town Pyramiden.

The old miner´s town consists of in the meantime completely „dissolved“ mining buildings. However there still is a Hotel and a bar in original 60ies stay and contemporary Russian flair of that time, especially prepared for celebrating Russian style for tourists from Longyearbyen. While outside a cold wind was blowing we could enjoy there Borscht-Soup, Russian beer and Vodka.

On continuing our trip we could see some sun beams breaking through the low hanging clowds „painting“ wonderful colours. We were wistfully thinking that our trip through this arctic world would soon end.

We are pitching our red tent in a bay beside a student´s camp so that we could share the polar bear watch with them.

Tomorrow we will be crossing the Icefjord back to Longyearbyen.

24.08.2018: Gepäckträger /The “Svalbard-Sherpas“

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Heute haben wir die Boote und die restliche Ausrüstung, komplett etwa 70 kg pro Mann, mit Kraxen-Rucksäcken vom Gletschersee 4 km zum Meer getragen. Für die Distanz mussten wir dreimal gehen, waren also 20km unterwegs.

… (leider am Telefon nicht mehr verständlich)

Leider ist die Bucht, an der wir gelandet sind, verlandet – Paddeln ist nicht möglich.

Nun warten wir bis der Ananas-Vanille-Pudding den Tausendsassa Karsten gekocht hat, fest wird. Und sinnen über eine Lösung für dieses Problem.

Eins ist sicher: uns wird etwas einfallen.

Today we carried the rest of the gear (altogether 70 kg per person) with Kraxen backpacks  from the glacier lake 4km down to the sea. We had to walk the distance three times which meant 20 km “on the road”.

… (not unterstandable on the mailbox).

The bay we reached is silted – paddling is not possible. Now we are waiting for the pineapple-vanilla-pudding which has been cooked by kitchen magician Karsten to get solid. And we are thinking about how to solve the issue.

However, we are sure: we will find a solution.

23.08.2018: Fitzcarraldo on the rocks

down (Mittel)

23.08.2018 10-34-1122.08.2018 15-24-12Nun, am Fuße des Ragnarbreen und angesichts der Steilheit mit der er in den Gletschersee abfällt, das obere Ende in den Wolken, fragen wir uns, wir wir dort hinab gehenkonnten.

Heute  waren die Buckel auf dem Eis nicht so hoch wie gestern. Über mehrere Aufschwünge zogen wir unsere Boote, die sich gegen jeden Richtungswechsel sperrten und immer wieder kenterten über dutzende Gletscherspalten und einige Gletscherbäche, die laut tosend in senkrechten schwarzen Gullies verschwanden.

Bei Erreichen einer max. Höhe von 515 m konnten wir den kurzen Gletscher einsehen, über den wir die Boote vor uns herlaufend lassend absteigen würden.

Im kontinuierlichen Dauerlauf hofften wir, dass kein Teil der Ausrüstung brechen würde.

Am Fuße des Gletschers sind wir so glücklich wie erleichtert: Die Boote haben tiefe Kratzer sind aber unbeschädigt. Der verrückte Plan von Steffen hat funktioniert!

Camping at the foot end of Ragnarbreen and realizing how steep it descends into the glacier lake with it´s upper part in the clouds we can hardly imagine how we got down on it.

Todays´ice bumps on the hill weren´t not as high as yesterdays´. We towed the boats across several icy slopes while they were “reluctantly” following us over dozens of glacier gaps and glacier creeks disappearing into vertical black gullies.

When reaching the maximum height of 515 m we could see the short glacier that we wanted to descent. We would go down by letting the boats slide down in front of us. Running continuously, we were just hoping that no part of the gear would brake.

At the end of the glacier we were happy and relieved: Although the boats having deep scratches they are unharmed. Steffen´s crazy plan had worked out.

22.08.2018: Kajaks on ice

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Der Wind hat endlich nachgelassen und früh machen wir uns auf zum Fuße des Gletschers. Um das Ufer zu erreichen, müssen wir zunächst einen mehrere hundert Meter breiten Gürtel von kleinen Eisschollen und Eisbergen durchpflügen. Dann tragen wir unsere Boote auf den Gletscher, und schon nach 100 m gibt es kaum noch Steine.

Die nächsten 9 Stunden bahnen wir uns einen Weg durch die Buckel und Wellen des Gletschers und versuchen „Straßen“ zu finden, also kleine Täler, durch die wir unsere Kajaks mehr oder weniger leicht hindurch ziehen können.

Manchmal denken wir: „Was für eine bescheuerte Idee!“ Aber jetzt nach 9 Stunden sind wir eigentlich genau dort, wo ich geplant hatte zu sein. Nämlich zwischen den beiden Nunataks, den Bergen im Eis, Furystacken und Hedastacken auf 350 m Höhe.

Der morgige Tag wird leichter sein, und gehe ich davon aus, dass wir morgen wie geplant den Abstieg in den Ragnarbreen schaffen.

Eben haben wir noch den 480m hohen Gipfel des Hedastacken bestiegen, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir können wilde Eisbrüche sehen, aber auch einen Weg, auf dem wir unsere Kajaks morgen sicher ziehen können.

Vom Gipfel des  Hedastacken sahen wir unser Zelt mit den Kajaks hier auf dem Gletscher, und das sah schon reichlich merkwürdig aus.

Alle sind glücklich, eine große Etappe heute auf dem Gletscher geschafft zu haben.

 

The wind finally went down and we made our way to the beginning of the glacier rather early. We had to make our way through several hundred metres wide zone of ice floes and icebergs. After that we carry our boats on the glacier and already after about 100m we find the surface with almost no stones.

We work our way for the next 9 hours through bumps and waves of the glacier, trying to find tracks, i.e. small valleys where can pull our kayaks more or less easily.

Sometimes we think: “What a crazy idea!”. However after 9 hours we exactly reached the place where I (Steffen) had planned to be. Between the two Nunataks, mountains in the ice, Furystacken and Hedastacken at 350m above sea level.

Tomorrow it is going to be easier. I am pretty sure that we will make it tomorrow to descend into the Ragnarbreen.

Just shortly we went up th 480m heigh peak of Hedastacken to get an overview of the area: Apart from wild breaks in the ice we could see a way where we could safely tow our kayaks tomorrow.

We could see our tent and our kayaks on the glacier from the peak of Hedastacken – a rather weird look.

All are happy having done today such a long distance on the glacier.