Update zu Markus Gesundheit/ Update to Markus health

Nachdem Markus am 7.August die Expedition verlassen hat, gings für auf dem schnellsten Weg zurück nach Deutschland. Das bedeutete mit dem Schiff von Ny Alesund nach Longyearbyen. Mit dabei sein Kajak und die nicht mehr benötigte Ausrüstung, die nun in Longyearbyen auf die Rückverschiffung nach Ankunft der verbliebenen Expeditionsmitgliedern wartet. Mit dem Flieger ging es für Markus dann bereits am  11.August zurück nach Deutschland. Die ärztlichen Untersuchungen bestätigten dann den ursprüngliche Verdacht einer bakteriellen Infekts und auch den richtigen Einsatz der Medikamente. Trotzdem hat es gut 2 Wochen gedauert bis sich Markus davon erholt hat und die 8Kg Gewichtsverlust wieder ausgeglichen hat. Vielen Dank an dieser Stelle für die zahlreichen Genesungswünsche. Im Nachhinein war es also die richtige Entscheidung von Markus in Ny Alesund auszusteigen, da es auch die letzte Siedlung auf der Route war. So sind zu mindestens Steffen, Klaus und Karsten immer noch im Zeitplan und auf einem guten Weg. Für die Tage bis zu seinem Ausstieg hat Markus inzwischen bereits Bilder zu den Blogbeiträgen hinzugefügt. (Check it here)

After Markus has left the expedition at the 7th of august, he returned to Germany on the fastest way. That meant by ship from Ny Alesund to Longyearbyen together with his kayak and all the equipment that was not needed any more by th others. The kayak is now waiting in Longyearbyen until the arrival of the remaining three participants for shipping back. At the 11th of August Markus flew back to Germany.  The medical tests showed than that the first suspicion of a bacterial infection also the use of the medicine was right. Anyway it took more than 2 weeks to recover and to compensate the loss of weight of about 8Kg. Many thanks for the numerous wishes for recovery. In retrospect it was the right decision from Markus to leave the the team in Ny Alesund, as this was the last settlement on the trip. So at least Steffen, Klaus and Karsten could continue in time and they are still on a good way. For the days until his exit Markus has already added pictures to the blog articles. (Check it here)

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Müsliriegel/ Muesli bars

DSC_8846Die Müsliriegel, die man bei uns üblicher Weise im Handel erhält, sind durch den Anteil an Zucker und Schokolade meist eher als kurzfristiger, leichtverdaulicher, leckerer Snack geeignet als das sie uns über eine längere Zeit satt und leistungsfähig erhalten. Aus diesem Grund hat Markus bereits vor vielen Jahren ein eigenes Rezept entwickelt und auf seinen zahlreichen Touren in der Arktis damit gute Erfahrungen gemacht.  Rund 10 kg von diesen Müsliriegeln haben wir in den vergangenen Tagen gebacken. Hier das Rezept für Euch:

Zutaten:
1kg Haferflocken
500g klein geschnittene Trockenpflaumen
250g Milchpulver
250g Zucker
150g Eiweißpulver
500ml Wasser
250g Preiselbeeren

Das ganze verkneten und auf einem Backblech mit einer Dicke von ca. 2cm verteilen. Ca. 45 min bei 120°C Umluft trocknen. Anschließend in Riegel schneiden, die Riegel locker stapeln, so das die Luft gut rankommt, und noch einmal für 30min im Ofen trocknen. Je trockner desto haltbarer aber auch härter sind die Riegel.

The muesli bars you normally find in the shops have a lot of sugar and chocolate. So they are good for a short-term, easy to digest, appetizingly snack, but not to keep us saturated and powerful over a longer time. Because of this many years ago Markus created his own recipe and made good experiences during his numerous trips in the arctic. Around 10 Kg of this muesli bars we produced during the last days. Here is the recipe for you.

Ingredients:
1Kg oat flakes
500g small sliced dry plums
250g milk powder
250g sugar
150g protein powder
250g cranberries
500ml water

Kneat all this together and put it on a baking sheet in a layer of about 2cm. Dry it for 45 min in the oven at 120°C with air circulation. Now cut it in bars and stack the bars up so that the air can reach it best. Put it again into the oven for 30min. The more you dry them the longer you can keep them but of course they also become more hardened.

Notruf und Versicherung/ emergency and insurance

Inreach

In den vergangen Jahren hatten wir auf unseren Touren bereits einen Spot Messenger dabei. Zum einen haben wir damit täglich unseren Standort übermittelt so das unsere Blogleser den aktuellen Fortschritt mit verfolgen konnten. Gleichzeitig aber bieten diese Systeme die Möglichkeit über Satellit im Notfall eine Rettung auszulösen und gleichzeitig die aktuelle Position mit zuteilen. Leider reicht die Satellitenabdeckung des Spotsystems in Spitzbergen leider nicht aus, so das wir auf das Garmin InReach umgestiegen sind. Hier werden die Iridium-Satelliten verwendet, die auch die Polregionen abdecken. Durch Einsatz dieser Technik werden Suchaktionen deutlich verkürzt und damit günstiger. Für uns schlägt sich das unmittelbar in den Versicherungsgebühren nieder. Bei GEOS zahlen wir jetzt gerade einmal 18 US$ pro Person.

On our trips during the last years we used a Spot messenger to transmit our current position. So all our blog readers were able to follow our progress on the map. On the other hand we had the possibility to initiate an emergency call via satellite with our current position. Unfortunately the coverage of satellites in Svalbard is not enough for this Spot system. So we changed to a different device the Garmin InReach. This device uses the Iridium satellites and they also cover the polar areas. With this technology search action will be much easier and less expensive. We see this in the cost for our SAR-insurance. With GEOS we just have to pay less than 18 US each.

Aktuelle Eislage/ Current ice situation

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Immer wieder haben wir in den letzten Monaten die Eiskarten des norwegischen Eisinstituts studiert und beobachtet wie schnell in diesem Jahr sich das Packeis nach Norden zurückzieht. Jetzt Anfang Juli liegt die Packeisgrenze bereits fast 200 km nördlich der Nordküste Spitzbergens. 20 Jahre zuvor war war zu dieser Jahreszeit der Norden Spitzbergens noch fest im Griff des Eises. Sicherlich ein Ergebnis des Klimawandels der sich bekanntlich in der Arktis am stärksten zeigt. Der frühe Rückgang des Eises führt auf Spitzbergen dazu das sich heute viel mehr Eisbären dort im Sommer sammeln als früher, da sie es nicht schaffen dem Eis nach Norden zu folgen. Wir sollten also wachsam sein !

Several times during the last months we checked the ice charts of the norwegian ice service and observed how fast the packice disappears to the north this year. Now at the beginning of july the pack ice limit is about 200 km noth of north Svalbard. 20 years ago at this time of the year the north coast of Svalbard was still in the grip of the ice. Of course a consequence of the climate change that is most visible in the arctic. The early disappearence of the ice leads in Svalbard to the fact that the polar bears cannot follow the ice to the north so fast an stay on the island during the summer in a much greater number than in the past. We should be alert !

Schießtraining/ Shooting training

P1050176Auf Spitzbergen leben mehr Eisbären als Menschen. Wir sind uns bewusst das wir dort die Gäste sind und der Eisbär die Regeln festlegt. Um uns vor Überraschungen durch den König der Arktis zu schützen werden wir unser Camp mit einem Alarmzaun sichern und nachts Wache gehen. Trotzdem ist es obligatorisch in Eisbärenrevieren großkalibrige Gewehre (Kaliber 30.06) mit sich zu führen. Nicht nur um im aller schlimmsten Notfall ein Tier zu stoppen, sondern viel mehr um mit Warnschüssen Eisbären auf Distanz halten zu können. Um sich allerdings auf Spitzbergen Gewehre leihen zu dürfen, braucht es eine weitere Genehmigung vom Gouverneur, für deren Beantragung wir sogar polizeiliche Führungszeugnisse einreichen mussten. Klaus und Karsten holten sich am letzten Wochenende bei einem befreundeten Jäger noch einmal zahlreiche Tipps bei einem Schießtraining, da beide länger keine Waffe mehr in der Hand hatten.

There are more polarbears than people living in Svalbard. We know that we are the guests there and the polarbear makes the rules. To protect us from surprising visits by the king of the arctic we will use an alarm fence around the camp and will do night watches. Anyway it is mandatory in polarbear areas to bring rifles with a big caliber (30.06). Not only to stop an animal in case of emergency but more to use warning shots to keep the polarbear in distance.  To rent rifles in Svalbard we need a special permit from the government. To get it we even had to submit a certificate of conduct. Last weekend Klaus and Karsten get some useful  tips from a chummily hunter during a shooting training, as both had not used rifles during the last years.

Die Kajaks gehen auf die Reise/ the kayaks are shipped

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Gestern haben Klaus und Steffen unsere Kajaks in Eemshafen bei SeaLane gut verpackt abgegeben. Durch unsere Styroporrahmen und die Schutzfolie an den empfindlichen Stellen sind wir guten Mutes, dass wir sie unversehrt in einem Monat in Longyearbyen wieder sehen werden. Da jedes Boot nur 30kg wiegen durfte, sind nur noch die Paddel mit auf die Reise gegangen. Die gesamte restliche Ausrüstung und Verpflegung werden wir dann  direkt im Flieger mitnehmen. Mit rund 1/4 Tonne an Gepäck kommt da nochmal einiges zusammen.

Yesterday Klaus and Steffen delivered our kayaks well packed at SeaLane in Eemshafen. With our styrofoam frames and some protective sheet at the damageable areas we are sure that we will meet them again in Longyearbyen in one month in good conditions. As each boat was free to have a weight of 30 Kg only the paddles are shipped with them. The rest of our equipment and all the food we will bring when we fly. With 1/4 tonne of luggage there is still a lot.

Fitness-test 30-30

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Bevor wir unsere Boote verschiffen nutzen wir noch einmal die Gelegenheit zu einem kleinen Fitness-Test. Wir beladen unsere Boote jeweils mit 30kg Ballast und paddeln damit auf einem Gewässer ohne Strömung 30km. Die Strecke entspricht in etwa einer Tagesetappe, die Boote werden gerade zu Beginn unserer Reise aber deutlich schwerer sein. Trotzdem wollen wir dadurch ein Gefühl bekommen wie die Gruppe zusammenpasst und welche Reserven wir zum Beispiel bei Gegenwind zur Verfügung haben. Alle 4 landen wir bei diesem Test bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 7-8 km/h.  Damit sollte doch einiges machbar sein !

Before our kayaks are shipped we take the chance zu make a small fitness test. We load the kayaks with a weight of 30kg and paddle a distance of 30km on a water without current. The distance accords with our daily leg during the trip, but the kayaks of course will be more heavy specialy at the beginning. Anyway we will get a feeling how the group fits together and how much reserves we have for example in case of headwind. All 4 reach an average speed of 7-8 km/h. With this result we have good requirements to reach our goal.