23.08.2018: Fitzcarraldo on the rocks

down (Mittel)

23.08.2018 10-34-1122.08.2018 15-24-12Nun, am Fuße des Ragnarbreen und angesichts der Steilheit mit der er in den Gletschersee abfällt, das obere Ende in den Wolken, fragen wir uns, wir wir dort hinab gehenkonnten.

Heute  waren die Buckel auf dem Eis nicht so hoch wie gestern. Über mehrere Aufschwünge zogen wir unsere Boote, die sich gegen jeden Richtungswechsel sperrten und immer wieder kenterten über dutzende Gletscherspalten und einige Gletscherbäche, die laut tosend in senkrechten schwarzen Gullies verschwanden.

Bei Erreichen einer max. Höhe von 515 m konnten wir den kurzen Gletscher einsehen, über den wir die Boote vor uns herlaufend lassend absteigen würden.

Im kontinuierlichen Dauerlauf hofften wir, dass kein Teil der Ausrüstung brechen würde.

Am Fuße des Gletschers sind wir so glücklich wie erleichtert: Die Boote haben tiefe Kratzer sind aber unbeschädigt. Der verrückte Plan von Steffen hat funktioniert!

Camping at the foot end of Ragnarbreen and realizing how steep it descends into the glacier lake with it´s upper part in the clouds we can hardly imagine how we got down on it.

Todays´ice bumps on the hill weren´t not as high as yesterdays´. We towed the boats across several icy slopes while they were “reluctantly” following us over dozens of glacier gaps and glacier creeks disappearing into vertical black gullies.

When reaching the maximum height of 515 m we could see the short glacier that we wanted to descent. We would go down by letting the boats slide down in front of us. Running continuously, we were just hoping that no part of the gear would brake.

At the end of the glacier we were happy and relieved: Although the boats having deep scratches they are unharmed. Steffen´s crazy plan had worked out.

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22.08.2018: Kajaks on ice

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Der Wind hat endlich nachgelassen und früh machen wir uns auf zum Fuße des Gletschers. Um das Ufer zu erreichen, müssen wir zunächst einen mehrere hundert Meter breiten Gürtel von kleinen Eisschollen und Eisbergen durchpflügen. Dann tragen wir unsere Boote auf den Gletscher, und schon nach 100 m gibt es kaum noch Steine.

Die nächsten 9 Stunden bahnen wir uns einen Weg durch die Buckel und Wellen des Gletschers und versuchen „Straßen“ zu finden, also kleine Täler, durch die wir unsere Kajaks mehr oder weniger leicht hindurch ziehen können.

Manchmal denken wir: „Was für eine bescheuerte Idee!“ Aber jetzt nach 9 Stunden sind wir eigentlich genau dort, wo ich geplant hatte zu sein. Nämlich zwischen den beiden Nunataks, den Bergen im Eis, Furystacken und Hedastacken auf 350 m Höhe.

Der morgige Tag wird leichter sein, und gehe ich davon aus, dass wir morgen wie geplant den Abstieg in den Ragnarbreen schaffen.

Eben haben wir noch den 480m hohen Gipfel des Hedastacken bestiegen, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir können wilde Eisbrüche sehen, aber auch einen Weg, auf dem wir unsere Kajaks morgen sicher ziehen können.

Vom Gipfel des  Hedastacken sahen wir unser Zelt mit den Kajaks hier auf dem Gletscher, und das sah schon reichlich merkwürdig aus.

Alle sind glücklich, eine große Etappe heute auf dem Gletscher geschafft zu haben.

 

The wind finally went down and we made our way to the beginning of the glacier rather early. We had to make our way through several hundred metres wide zone of ice floes and icebergs. After that we carry our boats on the glacier and already after about 100m we find the surface with almost no stones.

We work our way for the next 9 hours through bumps and waves of the glacier, trying to find tracks, i.e. small valleys where can pull our kayaks more or less easily.

Sometimes we think: “What a crazy idea!”. However after 9 hours we exactly reached the place where I (Steffen) had planned to be. Between the two Nunataks, mountains in the ice, Furystacken and Hedastacken at 350m above sea level.

Tomorrow it is going to be easier. I am pretty sure that we will make it tomorrow to descend into the Ragnarbreen.

Just shortly we went up th 480m heigh peak of Hedastacken to get an overview of the area: Apart from wild breaks in the ice we could see a way where we could safely tow our kayaks tomorrow.

We could see our tent and our kayaks on the glacier from the peak of Hedastacken – a rather weird look.

All are happy having done today such a long distance on the glacier.

 

 

Update zu Markus Gesundheit/ Update to Markus health

Nachdem Markus am 7.August die Expedition verlassen hat, gings für auf dem schnellsten Weg zurück nach Deutschland. Das bedeutete mit dem Schiff von Ny Alesund nach Longyearbyen. Mit dabei sein Kajak und die nicht mehr benötigte Ausrüstung, die nun in Longyearbyen auf die Rückverschiffung nach Ankunft der verbliebenen Expeditionsmitgliedern wartet. Mit dem Flieger ging es für Markus dann bereits am  11.August zurück nach Deutschland. Die ärztlichen Untersuchungen bestätigten dann den ursprüngliche Verdacht einer bakteriellen Infekts und auch den richtigen Einsatz der Medikamente. Trotzdem hat es gut 2 Wochen gedauert bis sich Markus davon erholt hat und die 8Kg Gewichtsverlust wieder ausgeglichen hat. Vielen Dank an dieser Stelle für die zahlreichen Genesungswünsche. Im Nachhinein war es also die richtige Entscheidung von Markus in Ny Alesund auszusteigen, da es auch die letzte Siedlung auf der Route war. So sind zu mindestens Steffen, Klaus und Karsten immer noch im Zeitplan und auf einem guten Weg. Für die Tage bis zu seinem Ausstieg hat Markus inzwischen bereits Bilder zu den Blogbeiträgen hinzugefügt. (Check it here)

After Markus has left the expedition at the 7th of august, he returned to Germany on the fastest way. That meant by ship from Ny Alesund to Longyearbyen together with his kayak and all the equipment that was not needed any more by th others. The kayak is now waiting in Longyearbyen until the arrival of the remaining three participants for shipping back. At the 11th of August Markus flew back to Germany.  The medical tests showed than that the first suspicion of a bacterial infection also the use of the medicine was right. Anyway it took more than 2 weeks to recover and to compensate the loss of weight of about 8Kg. Many thanks for the numerous wishes for recovery. In retrospect it was the right decision from Markus to leave the the team in Ny Alesund, as this was the last settlement on the trip. So at least Steffen, Klaus and Karsten could continue in time and they are still on a good way. For the days until his exit Markus has already added pictures to the blog articles. (Check it here)

22.08.2018, 06:27  Uhr:  Kuchen / Cake on Cooker

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Karsten hat einen Apfel-Ananas-Kuchen auf dem Primus Kocher für uns gebacken, ansonsten haben wir gewartet. Der Wind hat heute Morgen nachgelassen. Die Wellen sind weg. Die Sicht ist gut. Wir sind gerade bei den Startvorbereitungen.

In einer Stunde sind wir auf dem Wasser und dann auf dem Eis

Karsten made an apple-pinapple cake for us on the Primus Stove. Apart from that we have been waiting for the weather to improve. The wind has gone down this morning. Waves are gone. Visibility is good. We are preparing to start.

We will be on the water within one hour and then on the ice.

20./21.08.Warten / Waiting

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Seit Tagen weht ein starker Nordwind in Stärke 5, der auch morgen noch anhalten soll, so dass wir den heutigen Ruhetag für Vorbereitungen unserer Gletscherausrüstung genutzt haben. Bei Wolkenlücken haben wir mit Ferngläsern die optimale Route über den Gletscher zu bestimmen versucht.

Für Übermorgen ist schwächerer Wind vorhergesagt. Dann wollen wir starten.

 

A strong northerly force 5 wind has been blowing for the last and will continue till tomorrow. We therefore use today´s day off for preparing our glacier gear. On occasional sunny phases we were seeking with binoculars for the best route across the glacier.

The forcast for tomorrow promises less wind. Time to go then.

19.08.2018: Sieht gut aus / Good prospects

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Bei weiter kräftigem Nordwind haben wir heute den Gletscher erreicht. Wir sind die komplette Front entlang gefahren. Im Osten ist sie ca. 40 m hoch ganz im Westen fällt sie auf 0 ab.

Wir haben einen Erkundungsgang am westlichen Gletscherende gemacht und sind der Meinung, sehr gut mit den Kajaks auf den Gletscher zu kommen und uns auch dort gut fortbewegen zu können.

Heute sind wir in einer sehr angenehmen großzügigen Hütte, in der wir so lange bleiben wollen bis der Wind sich gelegt hat. Wir hoffen dass das übermorgen der Fall ist.

 

With continuous strong northerly winds we reached the glacier today. We paddled along the whole front: about 40m high in the west declining to 0 on the eastern side.

We made a first walk on the western end of the glacier and are quite sure to get on well with the kayaks on the glacier and to move on it.

Today we are in a pleasant spacy cabin where we want to stay till the wind will have gone down. We hope this to be the day after tomorrow.

18.08.2018: Doppelter Surf / One day surfs twice

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Als wir heute Morgen aufbrechen, haben wir eine Windstärke von 5 Bft aus Nordwest.  Wir sehen einzelne Schaumkronen machen uns aber trotzdem auf den Weg, da die Lage noch übersichtlich aussieht.

Nach einer Stunde werden die Wellen höher. Wir erreichen Wellenhöhen von über 2,5 m. Es gibt flächendeckend überall Schaumkronen und wir haben durchaus Starkwind erreicht.

Weswegen wir beschließen, die geplante Tour nach 10 km bei einer Trapperhütte abzubrechen. Wir bauen im Windschatten des nicht bewohnten Hauses unser Zelt auf. Und binden dies am Haus fest. Der Wetterbericht sagt für den nächsten Tag Gegenwind voraus und für den späten Abend eine Abschwächung des Windes. Dies tritt auch so ein.

Wir beschließen daher um 8.00 Uhr unsere Reise fortzusetzen und noch einmal 15 km bei sehr viel schwacheren Wind … achtern surfen

Heute sind wir in einer kleinen Trapperhütte, durch deren Dach es regnet. Karsten muss auf dem Boden schlafen, und wir haben Gamml Dansk getrunken 🙂

 

When leaving we already had a 5bft (tailwind) from Nordwest. Here and there some white caps can already be seen. Nevertheless we start as the conditions are looking manageable.

And hour later the waves are getting much higher up to 2.5m. White caps everywhere and we well reached the level of strong winds. We therefore decide to end our trip much earlier after 10km in a trapper cabin. We pitch up the tent in the leeside of the cabin and tye it to the cabin. The weatherforcast promises headwind for the next day then slowly declining, which turns out to be true.

We therefore decide to  continue our journey at 8 pm, less strong winds (tailwind) – surfing with a tailwind. Today we spend the night in a trapper cabin with a leaking roof. Karsten has to sleep on the floor and And we drank Gamml Dansk 🙂