Einen Schritt weiter / a step further

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Kurze Info von mir (Christian): Die „Jungs“ haben offensichtlich ihre erste größere Etappe hinter sich. Uhrzeit der neuen Koordinaten 1:12 Uhr. Halte Euch auf dem laufenden sobald ich neue Nachrichten habe.

Just a quick info from me (Christian): The „lads“ did their first bigger distance. The time of the new location given by 1:12 am. Keep you informed as soon as I will have more detailed news.

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28.07.2018 Ein vielseitiger Tag / A varied day

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Die Hoffnung auf Kälte hat sich denn doch noch mal verzögert. Die 1.30 Ankunftszeit hat sich auf 1.30 Abflug in Oslo geändert.

So dass wir im Nebel von Longyearbyen nach dem zweiten Landeversuch erst gegen 4.30 aufsetzen.

Da ein Gepäckstück in Kopenhagen geblieben ist, verzögert sich unsere Ankunft auf dem Zeltplatz auf 6 Uhr morgens. Nach einer kurzen Nacht haben wir ein strammes Programm für den Vormittag: Boote vom Spediteur holen, die bestellten Gewehre und Kocherbenzin sowie Lebensmittel einkaufen.

Bei der Mittagspause treffen wir Stefan der mit Karsten bereits vor 20 Jahren hier in Svalbard gepaddelt ist. Er lebt seit 20 Jahren hier und lädt uns zu einer Rundfahrt zur Kohlegrube Nr. 7 ein und zur Radarstation auf einen nahen Berg wo wir eine schöne Sicht über den Adventfjord haben.

Zurück an den Booten paddeln wir die 3 km zum Zeltplatz bei schönster Abendstimmung zurück.

 

Our hope for some cold had been delayed once more: 1.30 am arrival (in Longyearbyen) turned out to be 1.30 am departure from Oslo. We finally landed in foggy Longyearbyen at 4.30 after having tried for the second time.

One part of the luggage had been left in Copenhagen. That meant that we arrived at the Campsite finally at 6 o´clock am. After short night´s sleep we had a busy morning: Fetching the boats from the shipping agency and the ordered rifle as well as buying food.

During lunchbreack we met Stefan. He already paddled here in Svalbard 20 years ago together with Karsten. Stefan has been living her for 20 years. He is taking us for a small tour to coal pit no. 7 and a radarstation on a mountain nearby. From there we hat a niece view around the Adventfjord.

Back to the boats we paddled back the 3km to the campsite in a marvelous evening athmosphere.

Notruf und Versicherung/ emergency and insurance

Inreach

In den vergangen Jahren hatten wir auf unseren Touren bereits einen Spot Messenger dabei. Zum einen haben wir damit täglich unseren Standort übermittelt so das unsere Blogleser den aktuellen Fortschritt mit verfolgen konnten. Gleichzeitig aber bieten diese Systeme die Möglichkeit über Satellit im Notfall eine Rettung auszulösen und gleichzeitig die aktuelle Position mit zuteilen. Leider reicht die Satellitenabdeckung des Spotsystems in Spitzbergen leider nicht aus, so das wir auf das Garmin InReach umgestiegen sind. Hier werden die Iridium-Satelliten verwendet, die auch die Polregionen abdecken. Durch Einsatz dieser Technik werden Suchaktionen deutlich verkürzt und damit günstiger. Für uns schlägt sich das unmittelbar in den Versicherungsgebühren nieder. Bei GEOS zahlen wir jetzt gerade einmal 18 US$ pro Person.

On our trips during the last years we used a Spot messenger to transmit our current position. So all our blog readers were able to follow our progress on the map. On the other hand we had the possibility to initiate an emergency call via satellite with our current position. Unfortunately the coverage of satellites in Svalbard is not enough for this Spot system. So we changed to a different device the Garmin InReach. This device uses the Iridium satellites and they also cover the polar areas. With this technology search action will be much easier and less expensive. We see this in the cost for our SAR-insurance. With GEOS we just have to pay less than 18 US each.

Aktuelle Eislage/ Current ice situation

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Immer wieder haben wir in den letzten Monaten die Eiskarten des norwegischen Eisinstituts studiert und beobachtet wie schnell in diesem Jahr sich das Packeis nach Norden zurückzieht. Jetzt Anfang Juli liegt die Packeisgrenze bereits fast 200 km nördlich der Nordküste Spitzbergens. 20 Jahre zuvor war war zu dieser Jahreszeit der Norden Spitzbergens noch fest im Griff des Eises. Sicherlich ein Ergebnis des Klimawandels der sich bekanntlich in der Arktis am stärksten zeigt. Der frühe Rückgang des Eises führt auf Spitzbergen dazu das sich heute viel mehr Eisbären dort im Sommer sammeln als früher, da sie es nicht schaffen dem Eis nach Norden zu folgen. Wir sollten also wachsam sein !

Several times during the last months we checked the ice charts of the norwegian ice service and observed how fast the packice disappears to the north this year. Now at the beginning of july the pack ice limit is about 200 km noth of north Svalbard. 20 years ago at this time of the year the north coast of Svalbard was still in the grip of the ice. Of course a consequence of the climate change that is most visible in the arctic. The early disappearence of the ice leads in Svalbard to the fact that the polar bears cannot follow the ice to the north so fast an stay on the island during the summer in a much greater number than in the past. We should be alert !

Schießtraining/ Shooting training

P1050176Auf Spitzbergen leben mehr Eisbären als Menschen. Wir sind uns bewusst das wir dort die Gäste sind und der Eisbär die Regeln festlegt. Um uns vor Überraschungen durch den König der Arktis zu schützen werden wir unser Camp mit einem Alarmzaun sichern und nachts Wache gehen. Trotzdem ist es obligatorisch in Eisbärenrevieren großkalibrige Gewehre (Kaliber 30.06) mit sich zu führen. Nicht nur um im aller schlimmsten Notfall ein Tier zu stoppen, sondern viel mehr um mit Warnschüssen Eisbären auf Distanz halten zu können. Um sich allerdings auf Spitzbergen Gewehre leihen zu dürfen, braucht es eine weitere Genehmigung vom Gouverneur, für deren Beantragung wir sogar polizeiliche Führungszeugnisse einreichen mussten. Klaus und Karsten holten sich am letzten Wochenende bei einem befreundeten Jäger noch einmal zahlreiche Tipps bei einem Schießtraining, da beide länger keine Waffe mehr in der Hand hatten.

There are more polarbears than people living in Svalbard. We know that we are the guests there and the polarbear makes the rules. To protect us from surprising visits by the king of the arctic we will use an alarm fence around the camp and will do night watches. Anyway it is mandatory in polarbear areas to bring rifles with a big caliber (30.06). Not only to stop an animal in case of emergency but more to use warning shots to keep the polarbear in distance.  To rent rifles in Svalbard we need a special permit from the government. To get it we even had to submit a certificate of conduct. Last weekend Klaus and Karsten get some useful  tips from a chummily hunter during a shooting training, as both had not used rifles during the last years.

Die Bootsflotte ist komplett/ the kayak fleet is complete

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Nachdem Karsten und Steffen auf dem Gebrauchtbootmarkt in den letzten Wochen erfolgreich waren, ist jetzt auch bei Klaus ein Prijon Kodiak angekommen. Unser neuer Partner Kanu Special, der uns bzgl. Kajakausrüstung unterstützt, konnte den zu einem guten Preis besorgen. Wir haben den Kodiak als Expeditionsboot für diese Tour gewählt, da er mit 400 Litern Volumen viel Stauraum bietet und aufgrund der langen Wasserlinie ohne konvexe Linien auch im beladenen Zustand noch flott läuft. Zudem gehört das verwendete HTP wohl zum robustesten was im Kajaksport zu finden ist. Gerade während der Gletscherquerung und bei Eispressungen kommen hohe Belastungen auf das Boot zu. Markus setzt bereits seit 2010 auf seinen Touren in der Arktis den Kodiak ein, so das hier bereits einige Erfahrungen bestehen.

During the last weeks Karsten and Steffen had luck to find some used kayaks for sale. Now finally Klaus got his Prijon Kodiak. Our new partner Kanu Special, who supports us with kayak equipment, made him a good price. We choosed the Kodiak for this expedition because he has a volume of around 400 liters and a long water line without any konvex areas, so it will be fast still if it is heavy loaded. On the other hand is the HTP material one of the toughest you can find in the kayak market. Specially during the glacier crossing and between pack ice there will be a lot of stress on the material. Markus used his Kodiak since 2010 on different trips in the arctic. So we have some experiences with this kind of boat.

Kajaktransport/ carrying a kayak

Besonders am Ende unserer geplanten Gletschequerung erwarten wir einen mehrere Kilometer lange eisfreie unwegsame Strecke über die wir unser Gepäck und auch die Boote transportieren müssen. Für diesen Fall erproben wir unterschiedliche Tragesysteme. Wofür wir uns endgültig entscheiden steht noch nicht fest, da die Kraxen doch recht sperrig während des Paddelns sind.

Specially at the end of our glacier crossing we expect a long distance of ice-free impassable ground where we have to carry our equipment and the kayaks. For this situation we test different systems. Which one we will use at the end we have not decided now, because the rucksack-system is very bulky during paddling.